Die Valle d'Itria und die Trulli
Eine mit Kegelhäusern bedeckte Hochfläche, und vier weiße Orte, die darauf hinuntersehen.
Die Valle d'Itria ist kein Tal, sondern eine flache Mulde zwischen Bari, Brindisi und Tarent, und ihre Besonderheit ist, dass das Land bewohnt ist: statt Dörfern mit Feldern ringsum gibt es Tausende verstreuter Häuser, fast alle Trulli, zwischen Trockenmauern, Reben und Olivenbäumen.
Ein Trullo ist ein rundes Haus mit einem Kegeldach aus übereinandergelegten Steinen, ohne Mörtel. Man baut sie seit Jahrhunderten, weil der Stein da war und das Holz nicht; die Legende, sie seien zum Abbauen gebaut worden, um Steuern zu entgehen, ist hübsch, aber unbelegt. In Alberobello stehen über fünfzehnhundert davon in zwei Vierteln, und es ist seit 1996 Unesco-Erbe.
Die Orte
Locorotondo sitzt auf einer Kuppe und ist ganz weiß, mit den Cummerse-Häusern, deren Dächer aus Steinplatten in zwei Schrägen bestehen. Cisternino ist ein Gassengewirr, in dem die Metzgereien abends zu Grillstuben werden. Martina Franca hat einen barocken Kern und im Juli ein Opernfestival. Ostuni, knapp außerhalb, ist die eigentliche weiße Stadt, oben auf einem Hügel über den Olivenhainen.
Campingplätze gibt es hier fast keine: man kommt in einer halben Stunde von der Adriaküste herauf, von Ostuni oder Monopoli. In die Altstädte fährt man nicht hinein, und die Parkplätze liegen knapp vor den Mauern.